Mein Auto ist weg...
Mein kleiner Polo fährt ab nun ohne mich seine Kilometer ab. Aufgrund des nicht mehr ganz gültigen Tüv-Zertifikates hab ich mich nun doch dazu durchgerungen mich nun endlich von meinem treuen Gefährt zu verabschieden.
Sonntag-Nachmittag hab ich ihn bei Autoscout24 reingestellt - und schon kurze Zeit später hatten sich einige Interessenten gemeldet.
Fast 30.000 Kilometer habe ich damit in den letzten Jahren auf Europäischen Straßen zurück gelegt.
bla
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Geschrieben am 10 December 2008, 00:01
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Happy Birthdy Camera :)
3 Jahre ist sie nun alt - auf den Tag.
Die Wegstrecke, die wir in dieser Zeit zusammen zurückgelegt haben kann ich nichtmal abschätzen, aber mehr als 1,5 Mal um den Globus bin ich sicher schon mit Ihr.
Nein - die Rede ist nicht von meinem Polo, sondern von meiner Camera - der EOS 350D. Vor genau drei Jahren habe ich sie in München in Empfang nehmen können - seitdem ist erstaunliches passiert - einige dieser mitunter ereignisreichen Tage habe ich auch fotodokumentiert, wie z.B. meine Reisen.
Insgesamt habe ich damit bis zum heutigen Tag 116.786 Photos geschossen. Das entspricht unglaublichen 106 Bildern Pro Tag, oder 4,4 Bildern die ich Pro Stunde über diese Zeit geschossen habe. Dabei sind über 360 Gb an Speicher aufgelaufen die ich doppelt gespeichert habe.
Ich hoffe, dass ich noch einige schöne Bilder mit dem Gerät machen kann bevor ich mir irgendwan was neues kaufe.
Heute wird aber erstmal gefeiert. :)
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Geschrieben am 10 November 2008, 14:26
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Ich liebe Automechaniker
Mein Auto ist brandgefährlich und kann eigentlich gar nicht mehr damit fahren, so kaputt wie die Kiste ist.
Es war schon eine äußerst halsbrecherische Tour auf die ich mich am Freitag gegen Mittag von Hof aus auf machte. In Begleitung von Tobi (w) bin ich losgefahren um die Umwelt durch meinen KAT, der die Abgase fast schon ungefiltert an die Umwelt abgibt stark zu verpesten.
Auch durch das eingeschränkte Lenk- und Bremsverhalten kann man - aus Sicht eines KFZ-Sachverständigen - mit dem Auto kaum noch manövrieren.
Nach einer 200 Kilometer-Fahrt, die nach eigener Schätzung eigentlich nur 120 Kilometer lang hätte sein dürfen erreichten wir aber schließlich Würzburg mit etwas Verspätung, obgleich die 3 Stunden Fahrt (inkl. eines kurzen Zwischenstopps) recht kurz erschienen.
In Würzburg fand dann der Beifahrer-Wechsel statt - dort setzte ich Tobi ab und sammelte stattdessen Johanna ein und wir setzten gemeinsam die Fahrt von dort aus in die Heimat fort.
Ihr Auto ließen wir in der Nähe des Bahnhofs auf einem, jetzt neu gegründetem Pendler-Parkplatz stehen.
Da neben meiner selbst auch noch Johannes aus Stralsund und Clemens aus Karlsruhe in heimischen Gefilden unerwegs war beschlossen wir das Wiedersehen mit einem ordentlichen Schoko-Brunnen-Fondue und Pommes-Essen zu feiern.
Beim Einkauf der 2.5 kg Pommes-Tüte überlegten wir uns schon, was wir mit den Resten machen sollten - als mitten am Abend plötzlich die Meldung "Pommes sind aus" einen Run auf die letzten verbliebenen Kartoffel-Streifen auslöste.
Satt wurden wir letztendlich doch alle noch und auch sonst war der Abend sehr nett.
Der Sonntag war weniger ereignisreich, aber der Höhepunkt des Wochenendes stand ja noch aus - einer der Hauptgründe, warum ich mich hierher gewagt habe war die Haupt- und Abgassonderuntersuchung meines fahrenden Untersatzes, die ich vom September bis jetzt herausgezögert habe.
Damals war das Problem der KAT - der bei Ebay erstandene KAT ist inzwischen in der Werkstatt eingetroffen und so sollte ich mit diesem nun durch den Tüv kommen.
Dass ich dadurch eine Doppelstunde Chinesisch verpassen würde musste ich wohl in Kauf nehmen - aber gegen 17:30 sollte ich doch zur dritten Marketing-Veranstaltung besser wieder in Hof sein. Leider habe ich diese Rechnung ohne den Wirt, bzw. den Automechaniker gemacht.
Wenn man so einem Menschen sein Auto in die Hand gibt ist es ja wenige Momente später nur noch Schrott wert: Nach Kurzer Untersuchung stellte sich heraus, dass wohl die Bremsen vorne und hinten links kaputt sind die Lenkstange irgendwie hinüber sei und damit der KAT also noch das geringste Übel am Gesamtpaket ist.
Ich warte nun gespannt darauf, dass der Mann mein Auto wieder fahrtüchtig macht, damit ich wenigstens noch nach Hof komme - meine Hoffnung das bis 17:30 Uhr zu schaffen schwinden aber mit jeder Sekunde.
Gegen 15:30 Uhr konnte ich mich dann auf den Weg nach Hof machen - mit Auto - ohne neue Tüv-Plakette.
Schade - so werden sich wohl bald unsere Wege trennen. :-(
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Geschrieben am 03 November 2008, 13:16
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Ab heute läuft das wieder
Ab jetzt ist der Blog aus älteren Tagen endlich wieder mit der vollen Bandbreite unserer wunderbaren Umlaut-Satzzeichen lesbar dank des glorreichen xeno und seiner umständlichen Ausdrucksweise in merkwürdigen pseudo-programmiersprachen.
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Geschrieben am 29 October 2008, 00:10
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Vietnam überlebt!
Ich habe es tatsächlich geschafft meinen Urlaub größtenteils unbeschadet zu überleben - ich bin stolz auf mich.
Auch am letzten Tag ließ ich es mir nicht nehmen micht mit Maschine in das Getümmel auf Hanois Straßen zu stürzen. Neben dem Riskiren von Kopf und kragen ging mir auch das Benzin aus. Nachdem ich mir nochmal zwei Liter Treibstoff beschaffen ließ ging meine Suche nach den Sehenswürdigkeiten Hanois weiter, wobei man ehrlich sagen muss, dass das Motorrad dazu nicht gerade die ideale Option ist. Ständig muss man auf den Verkehr achten, auf die Straßenführung und dann noch im Auge behalten, wo man eigentlich hin will. So habe ich zwar Ho Chi Minhs Mausoleum nach langer Suche schließlich gefunden, aber viel mehr habe ich nicht an Sehenswürdigkeiten finden können.
War mir dann auch egal, das Wetter war eh nicht so prall, also machte ich mich auf den Weg die Maschine zurück zu geben. Der Verleiher machte zum Glück nichtmal irgendwleche Beanstandungen und so bekam ich endlich meinen Reisepass wieder.
Am Abend besuchte ich noch das Wasserpuppen-Theater, bevor ich mich langsam auf meinen Abflug, morgen um 8:40 Uhr vorbereite.
Die drei bis vier Bilder, die ich heute gemacht habe sind hier zu finden. bildervietnam
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Geschrieben am 15 September 2008, 11:31
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Meine Reise geht dem Ende entgegen
Unter heftigstem Gewitter setzte sich unser Boot letzte Nacht in Bewegung um ein Paar Hundert Meter weiter zu fahren und dann dort zu verweilen.
Die 6 quadratischen Fenster der Kabinentür leuchteten bei jedem Blitz hell auf, die Inseln am Horizont zeichneten sich wie aus dem Nichts in die dunkle See.
Zum Sonnenaufgang wurde dann alles wieder friedlich und ruhig und ich konnte Fotos von einer sagenhaften Kulisse machen.
Gegen mittag liefen wir dann wieder in Ha Long City ein. Neub Nitirrad war zum Glück noch da und so konnte ich mich auf die Rückfahrt nach Hanoi machen.
Diese verlief dann größtenteils reibungslos, auch in Hanoi kam ich schnell dort an, wo ich hin wollte.
Am Abend habe ich die Maschine nochmal ein Paar Runden um den Block gejagt, wobei ich mich natürlich wieder wunderbar verfahren habe. Bei dem Verkehr um einen herum kann man sich nicht darauf konzentrieren, wo man gerade ist, welche Einbahnstraße man hätte nehmen sollen und welche die falsche ist... Ich bin froh, dass die Maschine noch läuft und morgen wird sie nach guten 2300 Kilometer unter mir zurück zum Verleih wandern. Dann wird jemand anders seinen Spaß mit dem Gerät haben.
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Geschrieben am 09 September 2008, 17:21
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Floke@Halong Bay
Ich bin tatsächlich auf einem Boot!
Ich habs ja bis zuletzt nicht glauben wollen: Durch harte Verhandlungen mit einem Tout habe ich tatsächlich einen vernünftigen Preis heraushandeln können. Dieser ist mehr als die Hälfte weniger als das erste Angebot. Als "Ticket" bekam ich ein Stück Papier, das dann fortan 500 000 Dong wert sein sollte. Als Verifizierung trug es einzig die unterschrift des Typen - ansonsten hätte ich damit herzlich wenig anfangen können.
Als ich dann zum zweiten Mal am Fähranleger aufkreuzte wollten sie den Vertrag doch tatsächlich nochmal nachverhandeln, aber so nicht - dass sie kein Englisch können ist mir da egal - ich will den Trip und ich will ihn zu diesem Preis.
Aber - nun sitze ich ja tatsächlich auf dem Boot und werde eine Tour über zwei Tage und eine Nacht machen, genau das, was ich wollte. Das ganze hier ist natürlich Tourismus pur - hier aussteigen, da Foto machen, dort Getränk, Obst, Schmuck, Kappen und sonstiges kaufen, dann wieder ins Boot zur nächste Station. An Board sind gar noch 3 andere Deutsche, mein erster Kontakt zu Landsleuten seitdem ich hier aufgeschlagen bin.
Die "Tour ist doch ziemlich chillig - endlich mal etwas ausspannen. Wir durften schon zwei Hölen, die in einer dieser Inseln versteckt ist besichtigen, etwas Kanu-fahren ist im Preis auch noch inbegriffen.
Morgen gegen Mittag werden wir dann wieder in Halong anlegen und ich werde zurück nach Hanoi fahren. Dort habe ich dann noch einen kompletten Tag, um mir diese Stadt anzuschauen, am Folgetag gehts dann wieder ab nach Hong Kong.
Die Bilder zum Tag gibts hier. bildervietnam
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Geschrieben am 08 September 2008, 14:33
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What a bad day
Bis mir der Kragen platzt daürt es nicht mehr lange. Heute ist so ziemlich alles schief gegangen, was nur schief gehen hätte können:
Ich wollte heute nach Cat Ba Island fahren, das ist eine Insel in der Nähe von Halong Bay die man begehen und befahren kann. Dazu, so die Leute in der Jugendherberge sollte man am besten nach Hai Pong fahren und dann von dort aus mit einer Fähre übersetzen.
Ok - soweit der Plan.
Dass es dann unterwegs wieder heftigst zu regnen anfing war ja fast vorhersehbar, so wurde ich selbst und meine Schuhe wieder komplett durchgenässt. Aber gut - endlich in Hai Pong angekommen - immer noch Regen versuchte ich den Fähranleger ausfindig zu machen. Dies stellte sich dann auch als alles andere als leicht heraus, zudem es die Vietnamesen zum ersten nicht verstehen eine gute, möglicherweise gar international verständliche Beschilderung zu installieren, zum zweiten können Sie mit Karten noch weniger anfangen, als ich selbst, wenn ich nicht weiß wo ich bin und auch keinen Anhaltspunkt für meinen Aufenthaltsort finden kann.
Nachdem ich nach 30 (!) Kilometern Umhergekurve in diesem schönen Ort den Fähranleger einwandfrei identifiziert hatte musste ich mir sagen lassen, dass die nächste Fähre erst wieder am nächsten Tag fahren sollte. (ich hatte den Anleger vorher schonmal gefunden, dachte aber nicht, dass die kleine Bude echt ein Faheranleger sein sollte. Also gut - was nun - ich entschied mich dazu, dann direkt nach Halong City fahren zu wollen.
Dort hin zu finden ist, wie man sich ja denken kann auch nicht ganz sooo leicht, als ich jedenfalls endlich dort hin gefunden hatte, und auch din hisigen Fähranleger gefunden hatte musste ich auch hier erfahren, dass ich zu spät sei. Also blieb mir nichts anderes übrig, als mir ein Zimmer in Halong City zu nehmen.
Damit aber nicht genug - zu allem überdruss hatte ich am Tag meine Vietnam/Flagge verloren, die eigentlich inzwischen fester Bestandteil meiner Ausrüstung war. Obendrein ist noch ein Shampoo-Döschen in meinem Rucksack zerbrochen und so duftet jetzt alles herrlich nach Shampoo.
Auch musste ich feststellen, dass es nurmehr noch 4 Tage sind, ehe ich dieses Land wieder verlassen werde. Ich hoffe also, dass ich morgen eine übernachtungstour organisieren kann.
Der perfekte Tag sollte dann wenigstens mit einem ansteandigen Mahl beendet werden, also entschied ich mir in einem der kleinen Lokale eine Pizza zu bestellen. Dies stellte sich schnell als fatale Fehlentscheidung heraus: Die Mischung aus gebratenem Hackfleisch, Tomaten, Paprika, sowie Mayonaise, Ketchup und ein Paar Käsestücken auf einem Trocken-Fertigpizza-Teil war das schlechteste Stück Essen, das mir je als Pizza angeboten wurde. Auch die gelbe Plörre in meinem Glas, aus der man die Zuckerkristalle förmlich herauskaün konnte war weit von dem entfernt, was ich mir unter einem Orangensaft vorstelle.
Bezahlt hab ich für den Scheiß keinen müden Pfennig, solln sie ihren Fraß doch selber essen, von mir gibts dafür nichts.
Zum Schluss noch etwas zum Verkehr, da diese Straßen die meist-befahrenen Vietnams sind: Das, was wir so schön als vorausschaündes und umsichtiges Fahren bezeichnen scheint man hier nicht zu kennen. Die Leute legen mit ihren Gefährten die aberwiztigsten Manöver hin - das ganze ist so unvorhersehbar wie verrückt, was die hier anstellen. Mal ziehen sie in Schrittempo qür über alle drei Spuren, mal bleiben Sie dann auf der linken Spur einfach so stehen und fahren in die Gegenrichtung weiter, das ist echt ne brandhieße Sache hier.
Wenn dann noch der Gegenverkehr hinzukommt wird das noch ne Stufe besser: Da wünscht man sich doch manchmal sein Motorrad in einen Panzer verwandeln zu können, wenn so ein blöder Bus am überholen ist und dabei komplett auf der "falschen Spur ist, also mir als Gegenverkehr entgegen kommt und nicht einsieht, dass er von seinem Kurs auch nur einen Milimeter abweichen soll.
Durch meine defekte Hupe beschränke ich mich dann darauf die Leute zu beschimpfen, das bringt auch etwas, wenngleich sie das natürlich nicht verstehen können.
Ich hoffe inständig, dass ich morgen eine Tour bekomme, den ersten Tout im Hotel hab ich schonmal abblitzen lassen, weil er mir die Tour zu einem Mondpreis andrehen wollte.
An so einem Tag mache ich keine Bilder. bildervietnam
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Geschrieben am 07 September 2008, 21:14
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Floke beamt sich über 360 Km
Ich will in den Norden - laut Guidebook gibt es da ziemlich abgefahrene Natur. Leider steht da aber auch, dass man eine Reisegenehmigung und einen Führer braucht. Um eben diese beiden Dinge habe ich mich heute Morgen vergeblich bemüht. Ich war zwar irgendwie bei der richtigen Frau, die das für mich hätte anleiern sollen, doch leider konnte sie mir nicht helfen - Englisch konnte sie ohnehin nicht.
Durch ein Telefonat mit jemandem, der Englisch sprach erfuhr ich dann, dass ich mich bei der Polizei melden müsse um dort eine Reisegenehmigung zu bekommen. Danach müsse ich mir dann noch einen Guide besorgen.
Das war mir dann alles zu aufwändig und mit dem Motorrad hätte das vermutlich eh wieder Probleme gegeben, also beschloss ich nach Bao Lac fahren zu wollen.
Dank nicht existenter Beschilderung wählte ich einfach einen Ausweg aus Ha Giang, der mir ganz gut aussah. Leider wurde die Strasse immer schlechter und schlechter. Ich fahre und fahre, aber ab Kilometer 19 wurde es dann so richtig krass: Ein Bagger war gerade dabei die "Strasse umzugestalten". Ich dachte mir: Manch schwerer Weg ist es wert begangen zu werden und pflügte mit meiner Maschine mitten hinein.
Das war jetzt richtige Motocross-Action. Mit viel Gas und ruhigem Kupplungsspiel schleppte ich die Maschine durch die 300 Meter-Strecke, auf der es sich fahren ließ, wie auf einem frisch gepflügtem Acker.
Als dieser Teil geschafft war fand ich mich auf einer Wiese wieder.
Die Wiese war umgeben von einem See.
Sackgasse - fertig - Ende.
Ich hab versucht in allen Richtungen einen Weg um den See herum zu finden - aber Fehlanzeige. Mir blieb nichts anderes übrig, als nochmal durch die Schlammstrecke zu pflügen.
Zu genau diesem Zeitpunkt beschloss ich, jetzt genug der Strapazen gehabt zu haben. Ich will nach Hanoi und dann nach Halong Bay. Gute 300 Kilometer trennen mich von Hanoi, bei guten Straßen eine schaffbare Distanz.
Die ersten 140 Kilometer liefen auch wie am Schnürchen, bis es dann in Tuyen Quang anfing zu regnen.
Ich wartete, bis es etwas weniger wurde und fuhr dann weiter.
Nach dem Ort war aber dann Baustelle. Gute 40 Kilometer Baustelle.
Das heißt, dass hier keine Straße mehr ist, sondern nur noch Matsch - und dank des Regens unzählige Pfützen. Pfützen jeder Sorte - die kleinen, durch die man problemlos durchfahren kann, die mittleren, die man am besten versucht zu umfahren, vorausgesetzt der Gegenverkehr lässt es zu - und zu guter letzt gibt es da noch die Pfützen der Kategorie Gartenteich, durch die man dann einfach durch muss.
Da macht es dann auch keinen Unterschied mehr, ob es noch regnet oder nicht mehr - meine Schuhe waren eh komplett durchnässt.
Irgendwann nach guten 360 Kilometer Fahrt erreichte ich dann aber tatsächlich Hanoi. Nach etwas planlosem Herumgefahrte entschied ich mich dann irgendwann erstmal was zu essen, da kam mir der KFC gerade recht.
Hier versuchte man dann nochmal mich um ganze 20 000 Dong zu betrügen (80 Ct), aber mit mir nicht.
Nachdem die Kasse für mich nachgezählt wurde bekam ich tatsächlich mein Geld zurück.
Noch viel Größer war meine Freude aber darüber, dass ich den Brunnen vor dem Restaurant wieder-erkannte. So konnte ich doch tatsächlich binnen kürzester Zeit zum Hostel zurück finden.
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Geschrieben am 06 September 2008, 16:09
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Behütet reisen!
Trotz aller Widrigkeiten habe ich es doch nun tatsächlich nach Ha Giang geschafft!
Meine Maschine konnte ich heute Morgen nur bergab-rollend zum Laufen bringen, auch eine recht einfache, aber ebenso zuverlässige Methode.
Nachdem ich etwas durch die Gegend gespritzt bin zog ich mir erstmal im Kung Fu Restaurant einen Crepe rein, bevor meine Tagestour losgehen sollte.
Mit gefülltem Magen setzte ich mich gen Xin Man in Bewegung, da fing mein Hinterrad plötzlich merkwürdig an zu schlingern.
Platt.
Sowas aber auch, naja, besser jetzt, als später irgendwo im Nirgendwo. Im Ausrollen landete ich auch noch gerade vor der nächsten Werkstatt, die den Reifen im Nu wieder fitt gemacht hatte.
Ich habe zwar selbst einen frischen Mantel dabei, aber nichtmal eine Luftpumpe, zudem sind das beim Motorrad doch zwei oder drei Schrauben mehr als beim Fahrrad, ich weiss nicht, ob ich das überhaupt so hinbekommen hätte.
Aber – sei’s drum, mit nem Schlauch im Hinterrad und voll-getankt gings dann auf die Reise.
Die geteerte Strasse verließ ich recht schnell und jetzt wurde die Fahrerei schnell sehr spaßig.
Knietiefe Bäche kreuzen die Strasse, flossen über sie, oder wurden selbst zur Strasse, bergauf, bergab - über große Steine, felsigen Untergrund, feinen Kies, lehmigen Matsch, den etwas dunkleren groben Matsch, den, der glitischig aussieht, aber nicht so schlimm ist, und den, der nicht so fies aussieht, aber ganzschön gemein ist und - man hält es kaum für möglich, zwischendurch war auch mal wieder ein Stück Strasse mit dabei.
Am Straßenrand stets unbewohntes Gebiet mit Regenwald, Palmen und Wohnzimmerpflanzen im XXXXL-Format.
Als es mittendrin noch anfing zu regnen wurde das ganze noch eine Nummer rutschiger, aber das sind wir ja gewohnt.
Gute 60 Kilometer bin ich dann von Xi Man aus dem Weg nach Y Binh gefolgt, ohne zu wissen, wo oder was dieser Ort überhaupt ist.
Nach einer ordentlichen Rüttelpartie war ich froh, als ich kurz vor Y Binh wieder Strasse unter das Rad bekam. Kaum, dass ich wieder auf der Strasse war platzte dann schon wieder mein Hinterrad.
Zufall? Glaub ich nicht, da hat sicher wer anders seine Hand im Spiel, dass es glücklicherweise immer genau dann passiert, wenn es nicht weiter schlimm ist.
Auch dieses Mal war die nächste Werkstatt keine 50 Meter von mir entfernt.
Gott ist wirklich großartig!
Die letzten 40 Kilometer bis nach Ha Giang waren dann wieder geteert.
Mal sehen, was morgen kommt, für die Gegend nördlich von hier braucht man eine Reisegenehmigung, mal sehen, ob ich die ohne Pass an einem Samstag bekomme...
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Geschrieben am 05 September 2008, 20:46
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Der Regen hat mich eingeholt
Regen und Straßenbedingungen sind immer ein sehr zentrales Thema beim Motorrad-fahren: Nicht nur, dass er merklich die Stimmung trübt, sondern auch das Fahren auf den hiesigen Strassen, die eben nicht immer geteert sind wird durch Regen erschwert.
Weil das Wetter heute Morgen in Sapa äußerst beschissen war und es einfach nicht aufhören wollte zu regnen entschied ich mich irgendwann trotz des Regens ins Tal zu fahren. Als ich etwas tiefer kam hörte es auch tatsächlich auf zu regnen und ich setzte meine Fahrt nach Bac Ha fort.
Auf dem Markt hier kann man einen kleinen Affen kaufen. Ein äußerst interessantes Tier, aber ich will nicht wissen, was der Käufer mit dem Tier anstellt.
Nach kurzer Zeit holt mich aber auch hier der Regen ein, weshalb ich mir jetzt hier ein Hotel genommen habe.
Im Hof ist ein leicht geschrumpftes Badminton-Feld, ich habe vorhin schon eine Runde Doppel mit gespielt.
Wenn es das Wetter zulässt geht es morgen nach Ha Giang.
"The tough road is only for the strongest 4WD or very experienced bikers"
Ich bin schwer gespannt.
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Geschrieben am 04 September 2008, 22:38
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Und heute Sapa
Meine Zündkerze habe ich heute Morgen gar selbst getauscht. Gleiches Symptom, wie vorgestern - morgens mag die Maschine einfach nicht. Nach diesen Streicheleinheiten verlangte ich dem Feuerstuhl aber auch alles ab, was er zu bieten hatte: Den Weg hoch auf die 3000er-Berge hatte sie schwer zu kämpfen. Ich weiß nicht, ob es an der dünnen Luft liegt, oder ob der Motor sonst noch irgendwie kaputt ist - bergauf tat sie sich heute schon im zweiten Gang bei 30 Km/h sehr schwer.
Ich glaube fast, dass mir so'n Franzose da etwas Zucker in den Tank gegeben hat - na warte Bürschchen, das Spiel kann ich auch. :)
Das Tal mit dem einzigartigen Blick ist inzwischen mit dicken Regenwolken gefüllt.
Hier angekommen musste ich erstmal etwas ausruhen, bevor ich mir ein Hotel suchte legte ich mich eine Runde an den See im Ort und chillte einfach.
Auch im Hotel mit Tal-Blick-Zimmer habe ich erstmal das Bett getestet.
Mit etwas über 110 KM war meine Strecke heute auch nicht all zu lang.
Am Abend aß ich bei heftigstem Gewitter dann im Hotel, mit einigen Australiern und ner Handvoll Franzosen (Ha ich wusste es doch!). Übrigens die ersten Touristen, die ich seit Tagen sehe...
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Geschrieben am 03 September 2008, 18:31
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Heute mal nicht
Der Tisch, an dem ich gerade sitze war mal eine Wurzel. Dadurch hat er eine sehr schöne Oberfläche, die die Jahresringe gut zeigt.
Heute habe ich mein Ziel um 30 Kilometer verfehlt. Die Gründe dafür sind:
Zum ersten lügt meine, im Internet gefunden Karte ziemlich: Laut dieser sollen es bis nach Lai Chau nur 103 KM sein, ich bin aber heute 208 gefahren), der zweite Grund ist anderer Natur: Als ich Dien Bien Phu heute verließ war es schon nach 11 Uhr, was aber nicht daran liegt, dass ich faul geworden sei, sondern heute stand etwas Kultur auf dem Programm: Wie jeder halbwegs gebildete weiß, war Vietnam vor nicht all zu langer Zeit Schauplatz eines äußerst blutigen Krieges, in dem auch Dien Bien Phu ein recht zentraler Schauplatz war.
Wer verloren hat ist klar - die Franzosen natürlich, wer denn sonst. Von diesen dunklen Jahren, oder auch gerade den bedeutenden, je nach dem, welchen Standpunkt man einnimmt sieht man zum Glück kaum mehr etwas in dieser phantastischen Landschaft.
Jedenfalls stattete ich heute dem örtlichen Kriegsmuseum, dem Ehrenmal und einigen anderen bedeutenden Orten einen Besuch ab. Es ist schier unvorstellbar, was Menschen für Ihre Unabhängigkeit tun, speziell, wenn es um die Unabhängigkeit von Frankreich geht. ;-)
Nach dem Kulturpart war ich noch kurz auf dem Markt wo ein wahres Getümmel an unterschiedlichsten Trachten war.
Die Straße war heute größtenteils sehr gut, zwar nicht futschneu, aber eben genau mit dem richtigen Grip um darauf gut fahren zu können. Da ich größtenteils sowieso allein auf der Straße bin, kann ich sie auch voll ausnutzen und an meiner Kurventechnik arbeiten.
Natürlich immer mit der nötigen Vorsicht, man weiß ja nie, was um die nächste Kurve kommt.
Die Landschaft ist - naja - ich will nicht übertreiben - bombastisch.
Wieder viele Reisfelder und das mächtige Tal des Nam Na, das die Landschaft so sehr prägt. Die erste Regenpause war sehr kurz, dafür hatte es der zweite Regenschauter so richtig in sich: Ich suchte den erst-besten Schutz, den mir eine Planen-Bude bieten sollte.
Da die Bewohner meine Not erkannten, meine Sachen trocken halten zu wollen opferten Sie mir noch ihre letzte Plane, die ich dann über das Heck meines Motorrads legte. Im "Haus" war es auch nicht so wirklich trocken, das Feuer war schon nach kurzer Zeit erloschen, doch das schien ihnen nicht all zu viel auszumachen.
Einer von ihnen legte ununterbrochen Karten zu Solitär oder etwas ähnlichem, obgleich die Karten völlig nass wurden.
Als ich in dem Ort, in dem ich gerade bin das Schild las, dass es bis nach Lai Chau noch 30 Kilometer seien sah ich mich bestätigt auf dem richtigen Weg zu sein. Die Strecke hätte ich aber kaum mehr fahren können, so bin ich in dem besten (und einzigen) Hotel in einem Ort abgestiegen, der auf keiner meiner Karten verzeichnet ist - er heißt: Phong Tho.
Die Stadt ist ohnehin etwas merkwürdig und scheint auf den Neubau der Strasse zu warten: Viele große Häuser (Villen) haben keine wirkliche Zufahrt, sondern vor der Haustüre einen tiefen Graben. Dieser rührt wohl aus einer Überflutung vor eineigen Jahren.
Gerade habe ich mich kurz "schriftlich mit wem unterhalten", der zwar kein Englisch sprechen, es aber ein bisschen schreiben kann.
Wo bin ich?
Inzwischen ist die Verwirrung über meinen Aufenthaltsort perfekt: Am Ortsschild stand ja Phong Tho. Die Sachen im Hotel aber (Lan Anh Hotel) Sind mit Lai Chau untertitelt. Im LP steht zudem, dass dieser Ort, in dem das Hotel steht, in dem ich gerade bin, jetzt Muong Lay heißt.
Nun gibt es auf meiner Karte aber beide Orte, die liegen zudem noch recht weit auseinander. Phong Tho wiederum habe ich in einem Reisebericht auch schon gelesen. Ich habe also, um ehrlich zu sein keine Ahnung, wo ich bin und wie ich genau hier hergekommen bin, ich weiß nur, dass ich von Dien Bien Phu aus 200 Kilometer gefahren bin.
Irgendwie werde ich aber den Weg nach Sapa finden, da habe ich keine Bedenken, es wäre nur gut, ungefähr abschätzen zu können, wie lange das dauern wird.
Ach - und nebenbei: Heute ist hier Nationalfeiertag. Das führt aber nicht etwa dazu, dass heute mehr Flaggen als sonst draußen hängen, in der Tat hängen hier immer die Flaggen an so gut wie jedem Haus, von daher ist das nicht weiter verwunderlich.
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Geschrieben am 02 September 2008, 19:45
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Und Mittag in den Bergen
Und Mittag in den Bergen - 11:25 Uhr
Heute Morgen konnte ich die Maschine leider nicht starten. Ich bin bestimmt 15 Mal die Auffahrt des gegenüberliegenden Hotels rauf und runter gefahren - aber es hat nicht sollen sein. Also auf zur nächsten Honda-Werkstatt - die Diagnose ar schnell gestellt: Die Zündkerze war wohl nicht mehr in all zu gutem Zustand und sollte ausgetauscht werden. Nachdem die alte erstmal gesäubert war, wurde trotzdem noch eine neue besorgt - die Kette wurde auch noch geölt, nur meiner, doch sehr schwache Hupe konnten sie nicht auf die Sprünge helfen, ohne, dass es wesentlich teurer geworden wäre.
Insgesamt zahlte ich für die Reparatur dann etwas über 2 Euro und konnte meine Fahrt fortsetzen.
Es war inzwischen kurz nach Acht.
Aus Son La heraus führte einige Serpentinen - die sicherste Fahrweise ist: Das beste erhoffen, das schlimmste befürchten.
Will heißen, dass man, wenn man um die Kurve fährt, davon ausgehen sollte, dass in dem Teil, den man noch nicht sieht ein Tieflader steht und sich 8 weitere Mopeds ihren Weg durch eine Kuh-Herde suchen.
Echte Probleme fahrtechnischer Art gab es aber noch nicht - das Gelände ist etwas anspruchsvoll - macht also sehr viel Spaß.
Die Landschaft in der Ebene ist von Reisfeldern geprägt, während es hier in den Bergen fast aussieht, wie zuhause, nur mit noch mehr Bäumen und wesentlich weniger Häuser. Wobei - was heißt Häuser - es sind viel mehr Hütten, die die Menschen hier bewohnen. Zu Mittag gab es eine Nudelsuppe mit frittiertem Spiegelei, wobei ich im engeren Sinne auch kein Frühstück hatte.
Heute ist es etwas bewölkt und es hat auch schon ein Paar Tropfen geregnet.
Gleich gehts wieder auf die Strasse.
Es regnet - 14:48 Uhr
Ich sitze gerade im Trockenen und bin sehr froh darum. Als es anfing zu schütten suchte ich Schutz unter der Hütte zweier, in die Jahre gekommener Vietnamesen. Sie hat, trotz ihres beträchtlichen Alters noch ein kleines Kind, das sie stillt.
Er zeigt mir gerade, was er alles schreiben kann und ist begeistert, dass ich selbst auch so viel schreibe.
Der Regen lässt langsam etwas nach, aber ich werde noch einen Moment warten, bevor es wieder los geht.
Die Hütte steht mitten im Reisfeld.
Es ist die Dusche, die den Biker zum Mensch macht.
Heute wartet keine Botschaft auf dem Kopfkissen auf mich, sondern rote Blumen.
Frisch-geduscht (warm) liege ich nun auf meinem Bett und lasse die Bilder des Tages in meinem Kopf revue passieren.
Auch heute hatte ich wieder 40 Kilometer bis zum Sonnenuntergang. Nach selbigem gleicht die Fahrt hier einem Topfschlagen auf einem Minenfeld, deswegen sollte man auf jeden Fall vermeiden in dieser Zeit fahren zu müssen.
Als ich mich vom Markt in Maong Ang losreißen konnte senkte sich die Sonne schon gefährlich tief. Sie erfüllte das grüne Tal mit einer Farbe, die einfach unbeschreiblich ist.
Stellt eich Berge vor, die recht hoch sind aber trotzdem weiche Rundungen haben. Nun überzieht das ganze mit dem besten Englischen Golfrasen, den es am Markt gibt - fügt hie und da eine Handvoll Bäume ein und fertig ist die Vietnamesische Traumlandschaft, durch die ich heute gefahren bin.
Untergrunds-mäßig hatte ich heute alles - vom Schlammloch über gefährliche Rollsplitkurven bis zur arschglatten Straße, die auch in Deutschland etwas hermachen wurde.
Selbst das letzte 40-Kilometer-Stück hatte alles zu bieten - Strassen, die perfekt sind, andere die es mal waren (vor 30 Jahren), Abschnitte, die gerade ausgebaut wurden und solche Teile, die es bitter nötig hätten bearbeitet zu werden.
Dien Bien Phu, mein heutiges Etappenziel erreichte ich im allerletzten Rest-Sonnenlichte.
Mein Kurzbesuch in einer Schule führte zu zahlreichen Portraits und dem Komplettverlust meiner Bonbon-Vorräte.
Den ersten Verkehrsstau durfte ich heute auch erleben: Auf einem recht kurvigen Abschnitt lag ein Kranwagen quer über beide Fahrstreifen. Mit dem Motorrad war ich natürlich auf der sicheren Seite und konnte einfach passieren, aber ich vermute, dass einige der Bus-Passagiere und LKW-Fahrer dort noch eine Weile warten werden müssen: Umdrehen ist auf der Strasse leider auch keine Option.
Die Bilder zum Tag gibts hier. bildervietnam
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Geschrieben am 01 September 2008, 11:25
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Entschuldigung, da ist eine Fliege in meiner Suppe
Diesen Witz gibt es hier nicht, warum, dazu später:
Kurz vor halb Acht am Morgen war es, dass mir der Startversuch glückte und mein Motorrad losknatterte. Bei "kaltem Motor" (28 Grad kalt) muss man den Zylinder wohl mit einer Extra-Portion Sprit versorgen, damit es knallt. Nunja - als ich los bin hingen die Wolken bis tief in die Ebene hinein. Das Wetter war nicht sooo optimal, genau richtig um den Sonnenbrand an meinen Armen zu pflegen.
Heute Morgen habe ich dann endlich die winzige Lücke zwischen erstem und zweitem Gang gefunden, die die Maschine neutral schaltet. Somit habe ich zum fotografieren beide Hände frei und muss nicht so oft neu-starten.
So 100 %ig zuverlässig klappt das zwar noch nicht, vor allem die entsprechende Leuchte am Amaturenbrett flackert auch nur nachts erkennbar auf, aber naja.
Den Berg, den ich noch zu erklimmen hatte habe ich noch nicht ganz genommen, da liess ich mich von einer Seitenstrasse locken.
Gut - Strasse wäre übertrieben - es ging eben einfach von der Strasse aus unendlich steil berg ab. Genau das richtige also für mich.
"unten" angekommen fand ich mich in einem Dorf, oder vielmehr einer Ansammlung von Hütten wieder. Ich folgte direkt der Einladung der, inzwischen aus ihren Hütten hervor gekommenen Bewohner und kehrte in ihr Haus ein.
Mir wurde eingeschenkt und aufgetischt. Im Glas befand sich Reis-Wein (31 % Ethanol, wie er schrieb).
Holla die Waldfee.
Kaum hatte ich einen Schluck genommen, so wurde schon wieder nachgefüllt.
Irgendwann konnte ich sie dann davon überzeugen, dass ich ja noch weiterfahren müsse, und deshalb nicht weiter trinken könne. Das wollten sie mir dann glauben und fortan bekam ich Tee.
Zu Essen gab es die Haus-gemachte Blutwurst, Reis, etwas Gemüse und Insekten. Ich habe nicht nachgefragt, ob es Bienen oder Wespen sind - aber man konnte sie sogar essen.
Ich zeigte einige der Bilder, die ich mitgebracht habe - wodurch sich deren Anzahl etwas reduzierte, aber dazu sind sie ja da. Die werden jetzt sicher in den nächsten Tagen noch für Gesprächsstoff sorgen.
Zwischendurch lugten auch immer mal wieder ein Paar Kinder durch die Tür - halb aus Neugier, halb aus Angst trauten sie sich nie lange in den Raum.
Nach einer guten Stunde setzte ich meine Fahrt weiter fort und hatte erstmal den ewig steilen, matschig-rutschigen Berg vor mir - mit genügend Gas war aber auch dieser zu nehmen.
Nach einer weiteren kurzen Tee-Pause bei einem Bauern, der gerade genau die Art von Früchten abpackte, die ich vorhin auch zu essen bekam. Das Tolle ist, dass man hier echt überall so herzlich willkommen ist - das ist echt genial. Jeder, der eine Hand frei hat winkt einem zu, ruft "Hello" hinter einem her oder hupt einfach nur.
Meine zweite Abkürzung ins Hinterland führte mich auf ein Fußballfeld.
Nach einer halben Stunde lag ich so weit vorne, dass ich mich mit meiner Kamera zum Zentrum des Hochplateaus machte.
Gegen Mittag kam ich dann in Moc Chau an.
Als erstes besorgte ich mir hier eine große Vietnam-Flagge, deren gelber Stern nun auf dem Hinterteil meines Motorrads prangert.
Auf dem örtlichen Markt waren sehr viele Frauen in Trachten.
Diese sind schwarz gekleidet und haben viele bunte Streifen und schellende Münzen. Die Haare haben manche zu einem - wie soll ich es nenne - Turban auf dem Kopf hoch-gesteckt.Nach einiger Zeit bin ich dann auch weiter.
Als ich kurz hinter dem Ort die Flagge besser befestigen wollte musste ich feststellen, dass meine Jacke, die ich unter der Flagge verstaut hatte verschwunden war.
Also Rückwärtsgang eingelegt und siehe da - kaum 1 Kilometer zurück lag meine Jacke mitten auf der Strasse.Nach einigen weiteren Zwischenstopps im Reisfeld und um andere Fotomotive einzufangen habe ich die letzten 40 Kilometer bis nach Son La, wo ich gerade bin nur noch gepumpt. Mit 70 Sachen durch die Landschaft brettern - auf das Material wird keine Rücksicht genommen - nur irgendwann ankommen. Gute 250 Kilometer bin ich jetzt von Hanoi entfernt, ich muss mal herausfinden, wie viel ich bisher gefahren bin.
Jetzt schlafen!
"Love you - I wishes for my friends happy today and today!!!" steht heute auf meinem Kopfkissen - was immer das auch heißen mag.
Alles in allem, war ich heute sehr von der herzlichen und ehrlichen Offenheit der Menschen hier angetan. Dadurch, dass es hier nicht so viele Touristen hin verschlägt sind die Menschen noch nicht so "verkommen".
Die vorsichtige Neugier meiner Kamera gegenüber kann man sehr leicht überwinden, indem man etwas anderes fotografiert und ihnen das Ergebnis zeigt.
Ich bin schon sehr gespannt, was mich hier noch alles erwartet.
Die Bilder zum Tag gibts hier. bildervietnam
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Geschrieben am 01 September 2008, 14:26
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Die Reise geht los
70 KM südwestlich von Hanoi - 13:30 Uhr
Hoa Binh heißt der Ort, in dem ich gerade sitze. Über 90 Kilometer habe ich schon gemacht - einige davon Umweg, um mal von der Strasse herunter zu kommen. Wege, die sonst kaum einer begeht und schon gar nicht befahrt habe ich heute genommen, um den Spaß-Faktor etwas zu erhöhen und der Federung meiner Honda 125S XL einen Sinn zu geben.
Nach 20 Kilometern Fahrt war endlich das Gröbste um Hanoi herum erledigt und das Verkehrsaufkommen nahm etwas ab. Inzwischen habe ich mich ganz gut an das Bike gewöhnt und bekomme den Kickstart mitunter auch schon beim ersten Versuch hin.
Handschuhe zum Fahren konnte ich bisher leider nicht erstehen, alles, was mir in dieser Richtung bis jetzt offeriert wurde war ganz schön schwul und silbrige Baumwolle oder so.
Die Landschaft geht langsam von flach in leicht bergig über, das schaut schon recht viel-versprechend aus.
Es regnet draussen - 18:28 Uhr
Draußen? Ja - draußen, das heißt, dass ich gerade im Markt von Mai Chau sitze. Damit wäre die erste 140-Kilometer-Etappe von Hanoi aus erledigt - gefahren bin ich dafür weit über 200 Kilometer, das letzte Stück, zugegebenermaßen etwas unfreiwillig: Ich habe Mai Chau nicht finden können: Ich war beim Fahren so auf den Englischen Namen fixiert, dass ich eiskalt an dem Ort vorbeigebraust bin, bzw. an der Kreuzung, wo es zu dem Ort ging. Also durfte ich gute 30 Kilometer zurück fahren - wer mich kennt, der weiß, dass ich es nicht mag, Wege zwei Mal zu gehen / wenn es dann auch noch der steile Berg ist, der mir Morgen dann noch mal bevorsteht erst recht nicht.
Dafür konnte ich 3/4 recht gute Fotos von diesen offenen Menschen einfangen. Seitdem ich Hanoi heute Morgen verlassen habe, habe ich keinen einzigen Touristen mehr gesehen, das gefällt mir sehr.
Der Beutel mit Bonbons, den ich für Kinder mitgebracht habe ist auch schon ein gutes Stück leichter geworden.
Der Regen fesselt mich jetzt an einen Markt-Tisch - ich hoffe sehr, dass es bald aufhört, denn auf Motorrad-fahren im Regen habe ich wenig Lust.
So langsam gehen hier die Lichter aus, und ich sollte vielleicht zu meinem Quartier zurück kehren.
Mehr dazu später.
Ich bin ins Netz gegangen - 21:48 Uhr
Fu Gui steht auf meinem Kopfkissen. Fu Gui, wie schlaf gut, gute Reise, oder du stinkst.
die ersten beiden Wünsche nehme ich gerne an, letzteres stimmt leider, aber gut - was passiert wohl, wenn man den ganzen Tag bei 33 Grad mit nem Motorrad durchs Gelände brettert? ;)
Sleeping:
There are two accomodation centres in Mai Chau: The village of Lac and the village of Pom Loony. Pom Loony is slightly more rural and less developed than Lac, so opt for it, if you have the choice.
So der LP Vietnam.
Zum Glück habe ich den Satz in aller eile auf der Maschine genau anders herum interpretiert und bin nun also im gemütlichen und fortschrittlichen Lac.
Die haben hier tatsächlich eine Verbindung zum Kraftwerk aufgebaut und fliessend kaltes Wasser kommt aus der Leitung. So liege ich gerade auf meinem, 5 cm hohen, Bett und kann die frisch ventilierte Luft genießen.
Im Moskito-Netz wiege ich mich auch vor kleineren Angreifern in Sicherheit. An der Decke grabbelt gerade eine Echse entlang.
Nachdem der Regen etwas nachließ kehrte ich hierher zurück und teilte mit einer Gruppe mit vielen Irinnen, nem Engländer und einem Bulgaren mein Abendessen.
Hier in Zimmer 17 bin ich gerade ganz alleine, die komplette Etage ist wie verwais.
Morgen gehts weiter. Ich lebe noch und habe Spaß daran. Riesigen Spaß!
Die Bilder zum Tag gibts hier. bildervietnam
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Geschrieben am 31 August 2008, 14:09
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Floke in Vietnam
Jaha - jetzt bin ich also in Vietnam. Ich ärgere mich immer noch über die beiden Verbrecher, die mich vom Flughafen hier her gefahren haben. Obwohl jeder Reiseführer vor der Taxi-Mafia am Flughafen warnt musste ich den Ganoven ins Netz gehen. Naja - die beiden freuen sich jetzt nen Ast und ich bin etwas Geld los - kein Weltuntergang, aber blöd ist das schon. Morgen werde ich mich mal nach nem Moped umschauen, ich hoffe, dass ich hier nicht wieder zu sehr übers Ohr gehauen werde.
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Geschrieben am 29 August 2008, 18:41
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Western-style School homework not in my good books
| My neighbor's child brought home a school work sheet. It said: "If Alfie hits a baseball at 10 mimles an hour, how long will it take to cross a 176-yard diamond?" The homework raised all sorts of questions for a child reared in Asia. What kind of name is Al-Fie? What's a mile? What's a yard? Even his mother had a question. Where can you buy a 176-yard diamond? I explained that the sport of baseball was a game played on a "diamond", but that just got her more excited. "wah! Everything so big in USA," she exclaimed. The problem was, of course, that the homework sheet had been photocopied from an ancient textbook designed for kids in the West. My wife once volunteered to teach children at a local faith center. The instruction sheet said: "Today's subject is the richness of diversity. Ask the children to devide themselves by hair color and stand in various groups: one for blond hair, one for red hair, one for brown hair and so on. Then aks them to group according to eye color: brown eyes, blue eyes, green eyes and so on." In Asia, this exercise doesn't quite go to plan. "Anyone with browny, black hair get into a group on my left," my wife said. Everybody moved to the left. "Okay, now anyone with browny black eyes get into a group on my right." Everybody moved to the right. Game over. How this taught us about the richness of diversity I don't know. But actually, the exercise was educational: it taught us that that textbook needed to be filed along with lunch leftovers in the free-standing, circular filingcabinet outside the back door. Asia needs Asian textbooks. We need local homework projects. C'mon, teachers. They're not that hard to dream up. Here are some to get you started: 1. If Lee copies 1 000 CDs a day and sells them for one US$ (HK$ 7,80) each, how long before he can get into Harvard? 2. If an Asian city's public transport is build to move a million people in one day, how many people does it move in one day? a) Three million b) four million c) five million? 3) The dean of a high-class technical college wants a new US$ 100 000 swimming pool for his home, and the Daswanis want their son Ravindra to get into computer engineering. Should the dean get a Grecian infinity pool or a resort-style lagoon? 4) Ah-Li is prime minister of a small country in Asia. The constitution says that he cannot serve more than four years. How long does Ah-Li remain in power? a) 20 years b) 30 years c) he's still there, despite having resigned, retired and lost his mind. 5) If Xiao Wang wants an 800 yuan (HK$ 912) oversears travel permit, and each of the six officials who need to be bribed wants 100 yuan, how reliable are the country's GDP figures? 6) In Western-style monarchies, the leader of a country retires by handing power to a member of his family. Asian republics are: a) pretty much the same b) pretty much the same c) identical Best of all, you can get a 10-point bonus if you answer this simple question: What is the most common hair color on the planet Earth? Clue: It's not blond, red or brown. Will someone please tell the school textbook writers? |
From: Dissident's Diary, "The Standard", Volume 1, No. 241 - Tuesday, August 12 2008 Pg. 15
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Geschrieben am 12 August 2008, 03:12
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Ein lauer Wind weht um Hong Kong
In Deutschland würde man sagen es windet etwas, halt dich fest, hier in Hong Kong wird das ganze etwas dramatisiert und es wird zum Taifun gemacht. Der, dessen Ausläufer Hong Kong gerade streifen hat wohl die Stärke T8. T8 heißt hier soviel wie bleib besser zu hause und mach das Fenster nicht auf.
Da ich mir dessen nicht soo sicher war hab ich von Unterwegs doch nochmal meine Kollegen angerufen, und sie empfahlen mir dann doch auch besser zu Hause zu bleiben. Das ist etwas doof jetzt - bei dem Wetter ist der Outdoor-Pool hier auch geschlossen, Sightseeing macht bei Regen auch nicht soviel Spaß und am Strand würden sie mich vermutlich nachdem ich ins Wasser bin zu retten versuchen.
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Geschrieben am 06 August 2008, 02:30
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On the road again
Es ist 8 Uhr morgens in Dubai, in Deutschland ist es gerade 6 Uhr. Als ich aus der Maschine, die mich von Frankfurt aus hierher brachte ausstieg kam mir ein Schwall schwüler, warmer Luft entgegen. Ein Klima, an das ich mich wohl gewöhnen werden muss.
In etwa zwei Stunden geht es dann weiter, die weitaus größere Teilstrecke nach Hong Kong zu nehmen. Bis Ende September werde ich dort verweilen. Die meiste Zeit werde ich dort wieder bei Arctic Cooling arbeiten - wie schon gehabt im Marketing-Bereich. Ich mach das ja schon etwas länger übers Internet, aber nun ist das erste Mal die Chance gekommen, das ganze mal über einen längeren Zeitraum direkt vor Ort mit den Kollegen zu machen.
Ich hoffe, dass es eine gute Zeit wird und dass wir viel von dem schaffen, was wir uns vorgenommen haben.
Als Urlaub vom Urlaub werde ich dann von Hong Kong aus noch nach Vietnam reisen, und, so die Visabehörde nichts dagegen hat werde ich noch den ein oder anderen Abstecher ins Reich der Mitte machen.
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Geschrieben am 04 August 2008, 06:00
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Finaaaale ohhhohhh
Was ein Spiel! Es war zwar nicht sonderlich schön anzusehn, aber was zählt ist das Ergebnis - und das ging zu unseren Gunsten aus.
Wieder Campus-Viewing - diesmal ein bis auf den letzten Platz gefülltes Audimax. Das Spiel, das die Deutsche Mannschaft in den ersten Minuten bot war unterirdisch - zu Recht kassierten Sie in der 22sten Minute einen Gegentreffer, nach vielen hochkarätigen Torchancen und einer Deutschen Mannschaft, die es nicht weit über die Mittellinie schaffte.
Kurz später drehten sie das Spiel um und schoben gekonnt bei den Türken ein. Es war, als ob man einen Schalter umgelegt hätte - auf ein Mal war die Stille im Hörsaal verflogen und Jubel und Deutschland-Rufe schallten durch die Reihen. Mit 1:1 gings dann in die Halbzeit.
Auch nach der Halbzeit änderte sich das Spiel nicht großartig - aber auf ein Mal war das Bild weg.
Als der Kommentator zumindest akustisch durch kam wurde es im Hörsaal still. Unser ohnehin recht schwaches Boxensystem war die einzige Verbindung nach Basel.
Kurz, nachdem das Bild dann wieder Stand gab es auch schon Grund zum Jubel auf Deutscher Seite - in der 79sten übersprung Klose die Türkische Abwähr samt Torwart Rüstü - somit stand es 2:1, aber um die Dramatik etwas zu erhöhen gleicht die Türkei in der 86. Minute aus.Spannung pur - die Befürchtung, dass es in die Verlängerung geht wird von Lahm genommen - er schießt den Siegtreffer zum 3:2 in der 90. Minute.
In den Vier Minuten der Nachspielzeit gelang es der Türkei nicht mehr auszugleichen - der Einzug ins Finale ist perfekt - jetzt heißt es gegen Spanien oder Russland zu bestehen.
In der Hofer Innenstadt waren hunderte Menschen auf der Straße und feierten in einem spontanen Umzug den Sieg.
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Geschrieben am 25 June 2008, 23:44
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Zurück im Siegerland
Jetzt bin ich schon wieder eine Woche hier. Eine Woche, die durch wenig Schlaf und viel Zeit in der FH geprÀgt war. Allein heute brachte ich unglaubliche 15 Stunden auf dem FH-GelÀnde zu - von Recht um 8 Uhr bis Englisch um 19 Uhr bis auf zwei Stunden Pause durchgehend - der Abend endete dann mit dem Aus fÌr Portugal und dem damit direkt verbundenen Sieg unserer Deutschen Mannschaft im Viertelfinale der EM.
Eine ÃŒberraschend stark spielende Deutsche Mannschaft sorgte schon nach wenigen Minuten fÃŒr groÃen Jubel, der in einem spannenden Spiel drei Mal wiederholt werden durfte.. . . . . . . . .
Geschrieben am 20 June 2008, 00:37
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13 Stunden Flug in 7 Zeitstunden
Der Flug nach Paris ging über 6 Zeitzonen und war stellenweise schon recht holprig.
Am gestrigen Vormittag gelang es mir
endlich im Hotel-Geschäft einige Postkarten zu erwerben und diese sogleich auch abzuschicken. Die Postkarten-Industrie auf
Taiwan scheint nicht sehr ausgeprägt zu sein - ich konnte sonst nirgends welche finden.
Gegen Mittag verließen wir dann entgültig das Hotel im Bus in Richtung Kao-Siung, von wo aus wir am Abend nach Hong Kong
fliegen sollten. Vor dem Abflug war erstmal noch etwas Verweilzeit in einer riesigen Shopping-Mall eingeplant und danach noch
ein Besuch beim verhältnismäßig winzig kleinen Night-Market.
Mit Dragon-Air ging es dann wieder nach Hong Kong, wo ich noch gute 12 Stunden Verweildauer hatte.
Nach einer kurzen Nacht brachte ich dann Peter mit einer Handvoll Monitore noch zum übernächsten Taxistand und machte mich
dann wenig später selbst auf den Weg mit dem Taxi zum Airport-Express.
Der Airfrance-Flug in der 777-200 ist deutlich kompfortabler als die KLM-Flüge, hier hat man schonmal sein eigenes Display,
wenngleich auch ausgerechnet das Display vor mir irgendwie nicht auf die Programme zugreifen kann. Da der Mittelsitz (ich
sitze Fenster) aber frei ist kann ich den Monitor hier sowie den Platz an sich auch mit benutzen.
Nach einer Stunde in Paris gehts dann noch schnell nach Nürnberg und dann bin ich wieder in Hof. Ab jetzt liegen noch genau 4
Flugstunden vor mir.
und wieder Ost-wärts
Paris Charles De Gaulle - Ein Flughafen - ein Chaos. Wegweiser, die einen dumm da stehen lassen und zum Fragen nötigen. Beim Gatewechsel steht man auf ein Mal in einer Gepäck-Halle, nach der Sicherheitskontrolle muss man sich durch mehrere Schlangen wartender Menschen an diversen Gates vorbeidrängeln... Aber nun sitze ICH zumindest in der richtigen Maschine nach Nürnberg. ICH ist groß geschrieben, weil ich wirklich gespannt bin, ob es mein Koffer in der kurzen Zeit auch hierher geschafft hat. Es galt den Terminal zu wechseln - 17:55 Uhr Ankunft, das Boarding des nächsten Fluges war für 18:20 Uhr geplant.
Als ich, nach oben beschriebenen Hürden endlich am richtigen Gate ankam wartete der Rest schon auf mich im Bus.
Wenn ich meinen Koffer nicht bekomme habe ich ein kleines Problem, da sich mein Schlüsselbund im Koffer befindet, dann werde ich wohl mit dem Zug heim fahren müssen.
Zu meiner großen Überraschung stand mein Koffer gar als 5tes auf dem Gepäckband und ich konnte sogleich zum Taxi-Stand entschwinden. Der Fahrer war natürlich besonders froh, dass er seinen ersten Platz in der Warteschlange fr eine 8-Euro-Fahrt zu meinem Auto aufgeben durfte, aber so ist das Leben. ;)
Im eigenen Auto standen mir nun noch gute 130 Kilometer Wegstrecke bevor, die durch einen etwas länger dauernden Stau sowie eine kurze Polizeikontrolle (meine 4te im Polo, Polos sind immer gut um kontrolliert zu werden) streckten die Fahrtdauer auf gute 2 Stunden.
Nach Hong Kong-Zeit ist jetzt gerade 5 Uhr morgens, wesegen ich mich gleich ins Bett haue.
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Geschrieben am 12 June 2008, 22:52
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Chillin' Day
Der heutige Tag ging dann wieder etwas ruhiger vonstatten. Die erste Hälfte verbrachten wir in der "Kenting National Forest Recreation Area", einer Art Naturschutzgebiet, welches ein Teil des Kentin Nationalparks ist. Bei tropischen Temperaturen kämpften wir uns durch das bewaldete Gebiet.
Die Wege wurden von, mir unbekannten Bäumen gesäumt, umgeben oder geteilt, die teils sehr merkwürdige Formen und Erscheinungsweisen aufwiesen.Allerlei Getier lief zudem herum, wobei man die meisten von ihnen nur als flüchtender Schattenriss wahrnehmbar war, oder durch akustische Laute auf sich aufmerksam machte, wie zum Beispiel Unser Mittagessen wurde uns in einem kreisrunden Aussichtsturm serviert - aus der Tüte fertig gemacht - wunderbar. ;)Die Aussicht entschädigte allerdings das mäßige Essen, außerdem hatte das Restaurant eine Klimaanlage, was auch ein, nicht zu vernachlässigendes Kriterium ist.
Nachdem wir, unter Schweiß-Strömen und brennender Mittagssonne den Weg zu einem Außenposten unseres Hotels bewältigt hatten, weil uns, aus welchen Gründen auch immer unser Bus nicht mehr abholen wollte ging es an den Strand.Das Wasser auf dieser Seite der Insel war jedoch lange nicht so prall, wie gestern auf der anderen Seite - viel dreckigeres Wasser, kaum Wellen und überhaupt. Da wir nichtmal Jetski fahren durften mussten wir uns auf die teils mehr oder weniger spaßigen Dinge stürzen, die man mit einem Jetski durchs Wasser ziehen kann. Bis auf die Banane waren die Teile sogar auch sehr spaßig - aber die Banane war schlichtweg einfach langweilig.Um dennoch nicht gleich einzuschlafen spielten wir noch ein lustiges Spiel, das das Gleichgewichtsgefühl auf sandigem Untergrund etwas herausforderte.
Nach einer schnellen Dusche kam ich auf die Idee den Sonnenuntergang von der Spitze der Bucht aus zu fotografieren - also Schuhe an und rein in den Riff-Artigen Mondstein und mit der nötigen Vorsicht, aber schnell genug durch klettern. Zwei drei Mal wurde es verdammt rutschig, vor allem im unteren Bereich der Felsen, sodass es mich fast hingelegt hätte, aber es ging noch mal alles gut.Der Sonnenuntergang war von der Location aus eher einer der Kategorie kann man mal gesehen haben - muss man aber nicht. Das ärgerlichste war eigentlich, dass ich, fast an der Spitze angekommen, das Ende eines Weges entdeckte. Dieser kam von der anderen Seite der Halbinsel, genauer gesagt ging er vom Jugendfreizeitheim aus, durch das ich mich dann auch auf den Heimweg begab.
Morgen gehts dann wieder im Bus zurück nach Kao-hsiung und von dort aus per Flugzeug weiter nach Hong Kong, wo wir am späten Abend eintreffen werden. Noch eine Nacht in Hong Kong - und Donnerstag vormittag gehts dann wieder zurück für mich nach Deutschland.
Die Bilder zum Tag gibts hierbilderkenting
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Geschrieben am 10 June 2008, 19:41
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oh yeah!
Folks - I've got four words for you: I LOVE THIS COMPANY! Nach dem heutigen Tag weiß ich, wofür ich mich das ganze Jahr über abarbeite. Ich war mir ja erst nicht so sicher, ob ich hier wirklich noch mit sollte, oder stattdessen wieder direkt nach der Messe nach hause fliege. Hätte ich die Bilder gesehen, die heute aufgenommen wurden - ich hätt mir den Arsch abgeärgert:
Nach einem äußerst reichhaltigem Frühstück, das bis auf Nutella wohl kaum einen Wunsch offen ließ ging unser heutiges Programm los. Wir erkundeten heute die nähere Umgebung auf dem Motorroller. Ja - ein Motorroller ist zwar eigentlich unter meinem Niveau, aber naja, für das, was wir heute gemacht haben hat es allemal gereicht.
Nach etlichen Diskussionen, wer wie wo bei wem mit fährt erlitten wir direkt in der ersten Kurve des Parkplatzes einen Ausfall, bzw. Ausstuzr und mussten uns erstmal um die fachgerechte Versorgung unseres Teammembers kümmern, bzw. ihn eben in die Hotel-Klinik bringen. Er wird jetzt ein besonderes Souvenir von Taiwan mit nach Hause bringen.
Nachdem es dann wirklich los ging hielten wir nach kurzer Fahrt an einer Kart-Bahn an und tauschten das lärmende Gefährt mit merkwürdig austariertem Gleichgewicht gegen ein wesentlich tiefer gelegtes Gefährt und lieferten uns eine Straßenschlacht. Sehr spaßig muss ich sagen - ohne Rücksicht auf Verluste einfach mitten rein. Regeln gibt es keine, bis auf, dass man wenn man stecken bleibt nicht aussteigen darf. ;)
Ein kurzes Stück weiter durften wir mal wieder etwas von der schlichtweg atemberaubend schönen Natur erleben.Worte sind hier wohl fehl am Platz, ich geb einfach mal ein Paar Bilder durch, die wohl für sich sprechen:Ich nahm die Gelegenheit, erstmals im Pazifik baden zu können natürlich wahr, und kann so auch diesen Punkt, von meiner Liste an Dingen, die ich noch tun muss abhaken.Nach einem recht späktakulären Sonnenuntergang machten wir uns dann auf den Rückweg ins Hotel.
Die Bilder zum Tag gibts hierbilderkenting
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Geschrieben am 09 June 2008, 17:38
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Arrived in Paradise
Die Computex ist vorbei - jetzt geht das Vergnügen erst richtig los!
Gestern war der letzte Tag der Computex - eine sehr erfolgreiche Messe geht damit für uns zu Ende. Wir haben gestern noch alles raus gehauen, was wir am Stand hatten, den Rest hat unser Distributor in Taipeh an sich genommen. Voll bepackt mit lauter Sachen ging es dann vom Messestand zum Hotel - wenig später nahmen wr unser Abendessen in einem Thai-Restaurant an. Dort mussten wir erstmal eine halbe Stunde warten, bis man einen Tisch für uns 11 arrangieren konnte. Das Essen war sehr gut - um so kürzer die darauf folgende Nacht, aber das bin ich ja ohnehin nicht anders gewohnt. Heute morgen galt es um 6 Uhr abfahrtbereit in der Lobby zu sein - so taten wir das dann auch. Um 7:25 Uhr ging unser Flieger vom nationalen Flughafen Taipeh aus, der irgendwie äußerst low-Tech-mäßig rüber kam, aber am Ende saßen wir doch noch im Flugzeug ohne ankurbeln zu müssen und sogar unsere Koffer haben den Weg in die gleiche Maschine gefunden.
Der Zielflughafen war Kao-hsiung, im Süden Taiwans. Dort mussten wir erstmal eine Ewigkeit auf den Rest des AC-Teams warten, der noch von Hong Kong aus nach kam. Jetzt sind wir etwa gute 16 Leute hier, drei werden nicht kommen, bzw. eine ist schon wieder anderweitig verreist.
Vom Flughafen aus fuhren wir im Bus nochmal etwa 2 Stunden weiter, bis wir unser finales Ziel erreichten - das Caesar Park Hotel in Kenting.
Hohe Luftfeuchtigkeit + hohe Temperatur + direkte Sonnenenstrahlung = wenig Bewegung oder eben transpiration ohne Ende. Die Zimmer sind erste Klasse, ich bin schon auf das Frühstück morgen früh gespannt. :)
Ab jetzt ist definitiv nur noch Chillen angesagt - Mittwoch Abend gehts dann wieder zurück nach Hong Kong und Donnerstag vormittag werde ich mich auf den Heimweg über Paris nach Nürnberg begeben.
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Geschrieben am 08 June 2008, 12:24
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Von der Show
So - die Computex ist jetzt also schon ein Paar Tage alt - eigentlich eine Messe, wie jede andere auch. ;) Obgliech sie eigentlich nur dem Fachpublikum vorbehalten ist unterscheidet sie sich nicht wirklich stark von der Cebit. Ok - es ist nicht ganz so überlaufen und die Beutelratten fehlen auch etwas, aber ansonsten ist es das gleiche Gegaffe nach Showgirls, geraffe nach Kulis und ähnlichem Werbemüll sowie das Austauschen von Visitenkaren, wobei man diese hier immer mit beiden Händen übergibt.
Unsere beiden Showgirls machen sich hier zu wahren Superstars und genießen das ständige Blitzlichtgewitter augenscheinlich - bleibt ihnen ja auch nichts anderes übrig. ;)
Die Bilder zum Tag gibts hierbildercomputex
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Geschrieben am 05 June 2008, 19:27
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Und ab nach Taipei
Bei netten 97% relativer Luftfeuchtigkeit, 26° Außentemperatur und einem Gewitter von der allerfeinsten Sorte sind wir heute morgen gegen halb 6 von Peters Appartment aus zur Airport-Express-Station aufgebrochen. Der Taxifahrer nahm weder auf weder auf uns, sein Fahrzeug, noch unser Gepäck Rücksicht, das ein gutes Stück aus dem Kofferraum heraus ragte, sodass er diese mit einem Gummiband geschlossen halten musste. Wie ein wahnsinniger brauste er durch die, glücklicherweise um diese Stunde noch weitestgehend verwaissten, Straßen. Für eine Strecke, die sonst gut und gerne mal eine halbe Stunde Fahrt in Anspruch nimmt brauchten wir mit Schumi Jr. nur etwa 6 Minuten.
Am Flughafen angekommen stießen nach und nach auch die anderen Team-Member zu uns, bis wir letztlich eine nette 8ter-Gruppe waren, zwei waren uns schon voraus gereist um den Standaufbau zu kontrollieren. Mit unserem Equipment (unter anderem noch drei PCs, Schaumstoffboards und einiges andere waren wir sehr gut bepackt, konnten es aber dank geschickter Verhandlungen so lenken, dass wir nichtmal Strafe zahlen mussten.Der Flug selbst geht nicht unbedingt in meine Liste der schönsten Flüge mit ein, auch wenn ich begeistert war, dass bei einem nichtmal zwei-Stündigen Flug ein Frühstück gereicht wurde, so ruckelte es zeitweise doch ganzschön, aber Problematisch war es keinstenfalls.Im Hotel angekommen wollten wir eigentlich direkt weiter zur Messe, bevor die glorreiche Idee geboren wurde, dass ja noch ein Paar Flyer zu falten waren. Unseren diesjährigen Computex-Flyer habe ich im Büro schonmal kurz bestaunen dürfen - er setzt sich aus zwei Teilen zusammen, die zusammen ein Lüfterrad andeuten sollen. Eines der beiden Teile kann man dann um 120° drehen um weitere Informationen zu lesen. Tolle Sache, dachte ich mir, nur dass es auch ein recht hoher Aufwand wäre die Teile zu falten war mir schon klar. Dass ich höchstpersönlich in den Genuss kommen sollte dies am eigenen Körper zu erfahren hätte ich nicht gedacht.
Kurzum wenig später fand ich mich in munterer Runde einiger Kollegen wieder und faltete besagte Flyer.Nachdem auch noch etwa 500 Presse-Folder mit je 24 Produktflyern gefüllt war durften wir uns dann auch endlich auf den Weg zur Messe begeben. Ich war ja schon sehr gespannt, wie unser Stand aussah, die Renderings, die mir zugeschickt wurden machten Lust auf Mehr, erst recht die ersten Entstehungsbilder.
Ich wurde vor Ort nicht enttäuscht - eher gegenteilig. Wir haben uns dieses Mal so richtig ins Zeug gelegt und einen wahnsinnig geilen Stand aus dem Boden gestampft.Der Stand ist sehr hell - im neuen Corporate Design, vieles ist sehr schön und sauber gelöst. Der Eyecatcher ist der, sich drehende Lüfter vorne in der Mitte. Mal schaun, wie lang er drehen wird, all zu stark ist der verbaute Motor nämlich nicht.
Leider hat der Halleninspektor seinen Job sehr ordentlich gemacht und uns um kurz nach Acht aus der Halle geworfen, ohne, dass wir unseren Stand hätten fertigstellen können. So werden wir morgen früh noch etwas Spaß haben den Kram so schnell wie möglich in Betrieb zu nehmen, aber das klappt schon.
Am Abend sind wir dann Japanisch Essen gegangen und hier bereute ich, zusammen mit einigen Kollegen deutlich, dass ich mir an der Messe kurz zuvor noch nen beschissenen Cheeseburger von ner örtlichen Fastfood-Kette geholt hatte. In dem All-You-Can-Eat-Laden gab es eine Auswahl die ienem Tränen in die Augen trieb. Von Pommes abgesehen gab es fast alles, was das Herz begehrt - von Kaninchen-Niren über Austern bis hin zu free-bier und kostenlosem Eis. Leider leider habe ich nur die Spar-Variante gegessen, tut mir echt leid, dass ich den Firmen-Schnitt so sehr gedrückt habe... ;)
Von dem Laden aus konnte man auch das wohl berühmteste Gebäude in Taipei sehen, den Taipei 101.Den werd ich, wie versprochen noch ohne Hilfsmittel hochklettern, aber dazu sollte es erstmal aufhören zu regnen. Das tut es hier nämlich so ziemlich immer - und es hört auch nicht auf. Das Klima ist ähnlich wie in Hong Kong, auch wenn die Luftfeuchtigkeit vielleicht 5 % niedriger ist.
Ansonsten ist alles in Butter - ich freu mich, dass morgen der Messebetrieb losgeht - 5 Tage. :)
Die Bilder zum Tag gibts hierbildercomputex
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Geschrieben am 02 June 2008, 18:19
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Bei 92 % gegen die Wand
92 %. Es ist jedes Mal, als ob man gegen eine Wand läuft: Der Flug nach Hong Kong verlief ohne
Probleme, ich konnte sogar auf meinem Mittel-Platz etwas schlafen. Von der vorbeifliegenden Landschaft bekam ich nicht viel mit. Wir flogen gegen die Zeit. Am Freitag-Morgen war ich von Nürnberg aus los geflogen, am Samstagmorgen kam ich hier in Hong Kong an. Von dem Klima bekam ich bis zu dem Moment, als ich aus dem Taxi ausstieg nichts mit. Flugzeug, Flughafen, Airport-Express, der Taxistand sowie das Taxi selbst waren allesamt klimatisiert, beim Aussteigen aus dem Taxi gab mir das Klima dann die volle Breitseite. Eine Temperatur im Bereich um 30° C und eine Luftfeuchtigkeit, dass es einem vorkommt wie in der Sauna. Eben im Aufzug wurde die Luftfeuchtigkeit auf 92% beziffert, das bei einer Temperatur um 26° C - für halb elf eigentlich ganz angenehm oder? Auch später wird das hier nicht wesentlich kälter. Das führt dazu, dass hier wirklich alles klimatisiert ist, von der Aufzugkabine bis zum Fahrrad. Ok - letzteres ist nur vom Fahrtwind gekühlt, aber das ist doch auch schon mal was.
Die komplett beschlagene Tür eines Starbucks
Ansonsten hatte ich gestern einen Termin bei nem Assessment-Center, den Abend haben wir dann damit verbracht eine Kleinigkeit für unsere werte Kundschaft vorzubereiten, womit wir sie bald beglücken werden. Heute hab ich dann meine Hausaufgaben gemacht und ein Paar nette Datenbanken aufbereitet, bevor ich mir das LOST-Finale anschaute. Eben waren wir noch kurz Sushi essen und etwas durch das Viertel unterwegs.
Morgen früh gehts weiter nach Taiwan - 8:15 h geht der Flieger los. Ich bin gespannt, was mich dort erwatet.
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Geschrieben am 01 June 2008, 16:05
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Pfingsten
Kommt noch!
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Geschrieben am 01 June 2008, 16:04
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Himmelfahrts-Mai-Feiertag
Dieses verlängerte Wochenende fing Mittwoch gegen halb 4 an, als ich von unserem Dozenten mitgeteilt bekam, dass die, für 17 Uhr angesetzte Exkursion in die Druckerei der Frankenpost wohl ausfallen würde.
Aus einer spontanen Laune heraus und in der Gewissheit, dass ich sonst wohl dieses Semester kaum mehr nach hause fahren würde entschloss ich mich also auf den Weg zu machen das heimische Wetzlar mal wieder zu besuchen.
Etwa vier Stunden, nachdem ich diese Entscheidung traf war ich auch schon dort. Kaum, dass ich angekommen war fuhren wir auch schon weiter, nach Dutenhofen auf den legendären Tanz in den Mai, der aber irgendwie garnicht so sehr ab ging. Leider hat die bessere Band deutlich weniger Spielzeit gehabt, als die schlechte Band, die zwischen jedem Lied elendige Pausen gemacht haben, und deren Gitarist sich ständig über eine angeblich zu laute Monitor-Box beschwert hat. ;) Ganz nett war der Abend trotzdem.
An Himmelfahrt war dann erstmal der Allianzgottesdienst im Rosengärtchen angesagt, bei dem ich mir doch glatt - wie für den 1. Mai üblich - mal wieder eine leichte Röte ins Gesicht brennen ließ.
Den gestrigen Freitag und heute Nachmittag verbrachte ich zum großen Teil bei Berndts, um ihnen zu zeigen, wer in C&C der Meister ist. Leider haben sie auch zusammen keine Chance gegen mich gehabt, aber ich konnte sie immer wieder motivieren es doch nochmal zu probieren. Möglicherweise sollte ich mal ein Preisgeld aussetzen...
Um bei dem Wetter aber nicht nur vor dem Computer zu hängen gingen wir auch mal eine Runde raus. Dabei entdeckte ich einen Zaunpfahl, der mir geeignet erschien, um damit einen kleinen Wettkampf auszutragen. So versuchten wir diesen, doch recht schweren Klotz jeder auf seine Technik möglichst weit zu schleudern.Hier waren die Verhältnisse leider nicht so deutlich, wie bei C&C und so kam es, dass ich mir den ersten Platz mit Tobi teilen musste, einzig Lukas lag weit weit hinten. ;)
Morgen werde ich mich dann wieder auf die Heimfahrt machen und hoffen, dass mir noch ein paar gute Ideen zu unseren sinnlosen Wochenaufgaben kommen. ;)
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Geschrieben am 03 May 2008, 23:25
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